Sollte das Kühlmittel trotz
korrekten Kühlmittelstand, funktionierendem Viscolüfter und druckdichtem
Kühlsystem überhitzen, kann die Funktion des Zusatzlüfters
wie nachfolgend beschrieben getestet werden.
Hinweis:
Der elektrische Zusatzlüfter
ist vor (in Fahrtrichtung gesehen) dem Motorkühler montiert. Bei eingeschalteter
Klimaanlage läuft er unabhängig von der Kühlmitteltemperatur
permanent mit.
Zuerst den elektrischen Anschluß
am Motorkühler oben rechts (wiederum in Fahrtrichtung gesehen) entfernen.
Hinweis:
Hierzu muß ggf. vorher
die Abdeckung der rechten Scheinwerfereinheit im Motorraum entfernt werden.
Der Hilfslüfter läuft
Kühlmitteltemperatur-abhängig mit zwei Geschwindigkeiten:
unter 91° Celsius ab 91° C
ab 99°
aus
langsam
schnell
Der Anschlußstecker
hat dementsprechend drei Anschlüsse; zum Testen sind die Anschlüsse
bei eingeschalteter Zündung wie folgt zu verbinden:
langsame Stufe
schnelle Stufe
schwarz mit grün/schwarz
schwarz/braun mit grün/schwarz
Läuft der Lüfter
nur bei (wie oben beschrieben) überbrückten Anschlüssen,
sollte der Thermo-Schalter ersetzt werden. Ersatzteil-Kosten hierfür
ca. 20,- Euro; Anzugsmoment für den Schalter 15Nm. Die Dichtung unter
dem Thermo-Schalter ist ggf. mit zu ersetzen.
Läuft der Lüfter
nicht an, sollte zuerst die Spannung zwischen dem grün/schwarzen Kabel
und Masse gemessen werden: näherungsweise (je nach Batteriezustand
bzw. Motor läuft/ist aus) 12 Volt, wiederum bei eingeschalteter Zündung.
Liegt hier keine Bordspannung an, zuerst die Sicherung 19 prüfen und
danach die Sicherungen 18 (schnelle Stufe) und 3 (langsame Stufe).
Sind die Sicherungen in Ordnung,
aber der Lüfter läuft nur in einer der beiden Stufen, sollten
im Sicherungskasten die Relais K1 bzw. K6 geprüft werden. Dieses kann
z.B. geschehen, indem sie gegeneinander ausgetauscht werden und geprüft
wird (wie oben beschrieben), ob nun die jeweilige Lüfterstufe funktioniert.
Darüber hinaus gibt
es unterhalb des Lüftergehäuses, in Höhe Mitte der Frontstoßstange,
einen elektrischen Widerstand: hier sollte zwischen den Kontakten ein Widerstand
von ca. 6 Ohm gemessen werden. Falls der gemessene Wert erheblich abweicht,
ist der Widerstand zu ersetzen.
Dirk Meyerholz